Die Schorfheide
magna merica Werbellin – Die Schorfheide
Woher der Name Schorfheide stammt, lässt sich heute nicht mehr genau nachvollziehen. Manche Forscher leiten ihn von einer Schafherde ab, da bis ins 18 Jahrhundert hinein der Wald als Weide für Pferde, Schafe und Rinder diente. Andere wiederum beziehen ihn auf das Schürfen, das Aufsammeln von Eicheln, oder auf Schorf (=Grind), das sind grindige Blößen im Wald, die es hier ebenfalls gegeben haben soll.
In vielen Urkunden wird die Schorfheide erwähnt. Das Landbuch Karls IV. nennt bereits 1375 die “Verbellin” Heide als landesherrlichen Besitz. 1592 schreibt Nicolaus Leutinger in “Skriptorum des rebus Brandenburgensis” über die Grimnitzsche Heide, später auch “magna merica Werbellin”, die große Werbellinische Heide genannt. Diese Bezeichnung gerät aber bald in Vergessenheit und immer häufiger taucht der Name “Schorfheide” auf. 1767 erscheint die wohl erste Revierkarte des Forstamtes Grimnitz, sie nennt den südwestlichen Teil der “magna merica Werbellin” – “Schorff-Heyde”. 1847/48 wurde das Jagdhaus “Hubertusstock” im Belauf der Schorfheide durch König Friedrich Wilhelm IV. errichtet. Von jetzt an ist der Name vielen Menschen geläufig.